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Judo Philosophie
Judo-Werte, Dojo-Regeln & Hygiene-Vorschriften
Durch Nachgeben Siegen
Vorurteile gegen Judo
Historisches und Nachdenkliches
Soll ich meinem Kind wegen schlechter schulischer Leistungen den Sport kürzen?

Judo Philosophie

Der Sanfte Weg

Judo ist heute die weltweit verbreitetste Kampfsportart, aber viel mehr als ein sportliches "Techniksystem".
Seinen Ursprung hat Judo in der kriegerischen Vergangenheit Chinas und Japans. Eine der dort vor Jahrhunderten entstandenen waffenlosen Kampfarten war das Jiu-Jitsu. Um das Jahr 1880 faßte Jigoro Kano in Tokio mehrere Jui-Jitsu-Stile zu einem neuen System zusammen:

Sinngemäß übersetzt:

"Der sanfte geschmeidige Weg, den man im Leben gehen soll."

Das grundlegende Neue am Judo war sein Gedanke, das Üben an grundlegenden Prinzipien auszurichten:

Dem effektivsten Einsatz von Körper und Geist
sowie der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung.

Das erste Prinzip (Sei-Ryoku-Zen-Yo) beschreibt, wie Judotechniken ausgeführt werden sollen und wie man sich im Kampf zu verhalten hat.
 

In der Judo-Praxis können u. a. folgende technisch-taktische Grundsätze diesem Prinzip zugeordnet werden:

Ausnutzen der Bewegung des Gegners und des eigenen Schwungs
Anwendung der Hebelgesetze
das eigene Gewicht mehr einsetzen als die eigene Kraft
den Gegner studieren und Schwachpunkte nutzen.

Judo ist nicht nur ein Techniksystem sondern Erziehung nach dem Judo philosophischen Hintergrund:

" Grundsatz des bestmöglichen Gebrauchs von Geist und Körper "

und der

" Grundsatz des gegenseitigen Helfens zum beiderseitigen Wohlergehen" .

Judo - ein  Sport für junge und ältere Menschen.

Durch Nachgeben Siegen

"Ich mache Judo" - das würde so mancher gerne von sich behaupten, denn wer ist nicht fasziniert von dieser asiatischen Sportart!

Viele Menschen bewundern die Judokämpfer in ihrem typischen, weißen "Gi" und doch kommen die meisten gar nicht erst auf die Idee, Judo selbst zu erlernen.
Und selbst wenn sie einmal mit diesem Gedanken spielen, verwerfen sie ihn oft wieder.

Warum eigentlich?

Wer genauer nachfragt, hört immer wieder dieselben Vorurteile.

Vorurteile, die genauso falsch wie hartnäckig sind und hier endlich einmal widerlegt werden sollen.

Judo - Der sanfte Weg

Judo ist ein Weg zum rücksichtsvollen Umgang mit sich und anderen.
So lernt man, seine Kräfte zu dosieren.
Ganz wichtig erscheint dies in einer Zeit in der bei Kindern eine

" Vergröberung der Sinneswahrnehmung "

zu erkennen ist.

Wenn die Sinne abstumpfen, steigt auch die Bereitschaft zur Gewalt.

Hier bietet sich gerade beim Judo eine Möglichkeit, etwas entgegenzusetzen, gewaltpräventiv zu wirken.

Ein Erfahrungsweg nicht nur für selbstbewußte, selbstsichere, motorisch begabte, physisch und psychisch robuste Kinder sondern auch für die Ungeschickten, Gehemmten, Ängstlichen und Unsportlichen die Hilfe am nötigsten brauchen.

In der direkten körperlichen und fairen Auseinandersetzung werden Erfahrungen vermittelt, die anderswo nur schwer gemacht werden können.

Treiben Sie Judo !

Treiben Sie vor allen Dingen Sport.

Der KJC bietet Ihnen eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten.

Sollten Sie sich für Judo entscheiden, dann kommen Sie zu uns. Wir freuen uns auf Sie und/oder auf ihre Kinder.

"Vorurteile - die häufigsten Vorurteile gegen den Judo-Sport"

Vorurteil Nr. 1 "Bin ich für Judo sportlich genug."

Judo ist in erster Linie ein Breitensport. Man muß dafür nicht sportlicher sein als zum Beispiel für Schwimmen, Radfahren oder Jogging. In den Anfängergruppen werden Kondition und Beweglichkeit nicht vorausgesetzt, sondern nach und nach aufgebaut. Niemand wird überfordert, denn Judo soll vor allem Spaß machen.

Vorurteil Nr. 2 "Judo ist eine harte Sportart."

Judo-Neulinge werden zunächst kontinuierlich in die hohe Kunst der Fallschule eingeführt, die auch außerhalb der Judo-Matte gut zu gebrauchen ist. Erst wer fallen kann ohne sich wehzutun, lernt die ersten leichten Würfe.

Vorurteil Nr. 3 "Für Judo bin ich nicht kräftig genug"

Judo bedeutet: "Der sanfte Weg." Nicht Kraft ist das Grundprinzip, sondern Technik. Die Kraft des Gegners wird geschickt ausgenutzt, sein Gleichgewicht wird gebrochen und die eigene Kraft wird auf den schwächsten Punkt des Gegners konzentriert. Deshalb kann man mit Judo auch einen größeren und stärkeren Gegner bezwingen: Siegen durch Nachgeben.

Vorurteil Nr. 4 " Judo ist kein Sport für Kinder."

Judo ist im Gegenteil ein idealer Sport für Kinder und Jugendliche. Unter der Obhut von qualifizierten Trainern können sie sich spielerisch austoben. Ganz nebenbei erzieht Judo sie zu sportlichen Verhalten und Kameradschaftlichkeit, stärkt ihr Selbstbewußtsein und hilft ihnen, sich im täglichen Leben zu behaupten.

Vorurteil Nr. 5 " Judo ist eine gefährliche Sportart."

Statistiken belegen, dass die Verletzungsgefahr beim Judo sehr gering ist, viel geringer als zum Beispiel bei Ballsportarten. Beim Judo-Breitensport sind größere Verletzungen sogar äußerst selten.

Vorurteil Nr. 6 "Für Judo bin ich schon zu alt."

Auch wenn man sich nicht mehr jung genug fühlt, um an großen Wettkämpfen teilzunehmen - um Judo zu erlernen, ist man nie zu alt.
Als Breitensport bietet Judo selbst Senioren die Möglichkeit, sich körperlich fit zu halten. Im Ursprungsland Japan ist das keine Seltenheit: Judo wird dort oft bis ins hohe Alter ausgeübt.

Vorurteil Nr. 7 "Judo macht aggressiv."

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Von fernöstlicher Mentalität geprägt, zwingt Judo die Sportler zu Fairness und Selbstdisziplin. Das ethische Prinzip des Judo ist gegenseitiges Helfen und Verstehen. Es geht nicht darum, einen Gegner zu bezwingen, sondern das Ziel ist ein Kräftemessen mit dem Partner.

Durch Nachgeben Siegen

Judo bedeutet: der sanfte Weg. Mit minimalem eigenem Krafteinsatz soll die größtmögliche Wirkung erreicht werden. Die Kraft des Gegners wird dabei geschickt ausgenutzt; sein Zug wird mit Druck, sein Druck wird mit Zug beantwortet und bringt ihn so aus dem Gleichgewicht.

Auch ein erheblich größerer und schwererer Gegner kann problemlos geworfen werden, wenn er die Grundprinzipien des Judo nicht beherrscht. Judo bietet also auch den weniger kräftigen wie zum Beispiel Frauen und Mädchen die Möglichkeit sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen.


Alles was Lebensspender über Leukämie wissen sollten.

© Christa  Hoffmann